Allgemeine Geschäftsbedingungen
1. Geltungsbereich
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für Verträge zwischen Inken Osterloh, atelier freiluft, Alsterdorfer Straße 280, 22297 Hamburg – nachfolgend „atelier freiluft“ – und Kund:innen über:
den Kauf von Waren im Onlineshop und im Atelier,
die Buchung von Töpferkursen, Workshops, Special Events und Open-Studio-Terminen,
individuell vereinbarte Auftragsarbeiten und Sonderanfertigungen sowie
damit verbundene Nebenleistungen wie Glasieren, Brennen, Versand oder Abholung.
Die AGB gelten gegenüber Verbraucher:innen und Unternehmer:innen. Unternehmer:in ist, wer bei Abschluss des Vertrags in Ausübung einer gewerblichen oder selbstständigen beruflichen Tätigkeit handelt.
Individuelle Vereinbarungen im Angebot, in der Auftragsbestätigung oder in Textform gehen diesen AGB vor.
Abweichende Geschäftsbedingungen von Geschäftskund:innen gelten nur, wenn atelier freiluft ihnen ausdrücklich in Textform zugestimmt hat.
2. Vertragspartnerin und Kontakt
Vertragspartnerin ist:
Inken Osterloh
atelier freiluft
Alsterdorfer Straße 280
22297 Hamburg
Deutschland
E-Mail: hello@atelierfreiluft.de
Telefon: 01623177839
Wirtschafts-Identifikationsnummer: DE428956373-00001
3. Vertragsschluss
Die Darstellung von Waren, Kursen und Terminen auf der Website ist kein verbindliches Vertragsangebot, sondern eine Aufforderung zur Abgabe einer Bestellung oder Buchung.
Mit dem abschließenden Button „Jetzt kaufen“ geben Kund:innen ein verbindliches Vertragsangebot ab.
Bei Kurs-, Workshop- und Open-Studio-Buchungen kommt der Vertrag mit Zugang der automatischen Buchungsbestätigung zustande.
Bei Warenbestellungen kommt der Vertrag mit Zugang der automatischen Bestellbestätigung zustande, in der der Eingang und die Bearbeitung der Bestellung bestätigt werden.
Bei Verkäufen im Atelier kommt der Vertrag mit Einigung und Bezahlung zustande.
Bei Auftragsarbeiten kommt der Vertrag durch Annahme eines schriftlichen Angebots von atelier freiluft zustande. Das Angebot beschreibt insbesondere Motiv, Maße, Stückzahl, Verwendungszweck, Preis, voraussichtliche Fertigstellung und Art der Übergabe.
Eingabefehler können vor dem Absenden der Bestellung oder Buchung mithilfe der im Bestellprozess vorgesehenen Korrekturmöglichkeiten berichtigt werden.
Vertragssprache ist Deutsch. Die Vertragsbestätigung und die bei Vertragsschluss geltenden AGB werden auf einem dauerhaften Datenträger übermittelt. Bei widerrufsfähigen Warenbestellungen werden zusätzlich die Widerrufsbelehrung und das Muster-Widerrufsformular übermittelt.
4. Preise und Zahlung
Es gelten die im Angebot, im Onlineshop oder im Buchungsprozess angegebenen Preise. Versandkosten und sonstige Zusatzkosten werden vor Vertragsschluss gesondert angezeigt.
Die jeweils verfügbaren Zahlungsarten werden im Checkout angezeigt. Angeboten werden – je nach Verfügbarkeit – Kredit- und Debitkartenzahlung, Apple Pay, Klarna und Vorkasse per Überweisung. Die Zahlungsabwicklung kann über die im Checkout bezeichneten Zahlungsdienstleister erfolgen.
Im Atelier ist Kartenzahlung möglich.
Soweit nichts anderes vereinbart wurde, ist der Preis unmittelbar mit Vertragsschluss fällig.
Auftragsarbeiten werden nach Fertigstellung abgerechnet, soweit das individuelle Angebot keine abweichende Regelung enthält.
Rechnungen werden elektronisch an die angegebene E-Mail-Adresse übermittelt.
Bei Zahlungsverzug gelten die gesetzlichen Vorschriften.
5. Lieferung, Versand und Abholung von Shopware
atelier freiluft liefert derzeit ausschließlich an Lieferadressen innerhalb Deutschlands.
Für lagernde Standardware beträgt die Lieferzeit bis zu zehn Werktage, sofern auf der jeweiligen Produktseite keine andere Lieferzeit angegeben ist. Bei Zahlung per Überweisung beginnt die Frist nach Zahlungseingang.
Für Vorbestellungen, personalisierte Waren und Auftragsarbeiten gilt die im jeweiligen Angebot oder auf der Produktseite angegebene Fertigstellungs- und Lieferzeit.
Die Abholung im Atelier ist kostenlos und während der jeweils veröffentlichten Shop- und Abholzeiten möglich.
Zur Abholung bestellte Ware wird zunächst 14 Tage ab Bereitstellungsmitteilung aufbewahrt. Bereitstellungsmitteilung, Erinnerung und Nachfrist werden an die bei der Bestellung angegebene E-Mail-Adresse gesendet.
Erfolgt innerhalb der ersten 14 Tage keine Abholung, setzt atelier freiluft per E-Mail eine weitere Abholfrist von 14 Tagen. Für die Aufbewahrung werden keine Lagerkosten berechnet.
Handelt es sich um nicht personalisierte Standardware, die regulär im Shop angeboten und anderweitig verkauft werden kann, darf atelier freiluft nach erfolglosem Ablauf der Nachfrist per E-Mail vom Vertrag zurücktreten. Ein bereits gezahlter Kaufpreis wird über das ursprünglich verwendete Zahlungsmittel erstattet; die Ware wird anschließend wieder für den Verkauf freigegeben.
Bei individuell angefertigten, personalisierten oder auftragsbezogen hergestellten Produkten führt die Nichtabholung nicht zur Aufhebung des Vertrags. Nach Fertigstellung und Bereitstellungsmitteilung bleiben die Pflicht zur Zahlung des vereinbarten Preises und die Pflicht zur Abnahme bestehen (§ 433 Abs. 2 BGB). Erfolgt auch innerhalb der per E-Mail gesetzten Nachfrist keine Abholung, bietet atelier freiluft einen Versand gegen vorherige Zahlung der mitgeteilten Versandkosten an. Die Zahlungspflicht für die Auftragsware bleibt unberührt.
Individuell angefertigte, personalisierte oder auftragsbezogen hergestellte Produkte werden höchstens sechs Monate ab Bereitstellungsmitteilung ohne Lagerkosten aufbewahrt. Spätestens 14 Tage vor Ablauf dieser Frist erinnert atelier freiluft per E-Mail nochmals an Abholung, Zahlung und das Versandangebot. Bei unbezahlter Individualware entscheidet atelier freiluft nach den Umständen des Einzelfalls, ob am Vertrag und am Zahlungsanspruch festgehalten oder nach einer letzten Fristsetzung der Rücktritt erklärt und ein nachgewiesener Schaden geltend gemacht wird. Bei bereits vollständig bezahlter Individualware wird nach Fristablauf ebenfalls im Einzelfall entschieden, insbesondere über einen erneuten Versandversuch, eine ausnahmsweise weitere Aufbewahrung oder eine individuell vereinbarte andere Lösung. Die jeweilige Maßnahme wird per E-Mail mitgeteilt. Eine automatische Entsorgung oder Verwertung bezahlter Individualware findet nicht statt.
6. Eigentumsvorbehalt
Bis zur vollständigen Bezahlung bleibt gelieferte Ware Eigentum von atelier freiluft. Für Geschäftskund:innen können im individuellen Angebot weitergehende Regelungen getroffen werden.
7. Handgefertigte Waren
Keramik und andere handgefertigte Produkte sind Einzelstücke oder werden in kleinen Serien hergestellt. Geringfügige Abweichungen in Farbe, Glasur, Form, Oberfläche, Gewicht und Maß können handwerks- und materialbedingt auftreten.
Solche üblichen, zumutbaren Abweichungen stellen keinen Mangel dar, sofern keine bestimmte Beschaffenheit ausdrücklich vereinbart wurde.
Aussagen zur Lebensmitteleignung, Spülmaschinen- oder Mikrowelleneignung gelten nur, wenn sie beim jeweiligen Produkt ausdrücklich angegeben wurden.
Pflege- und Nutzungshinweise sind zu beachten.
Gesetzliche Mängelrechte bleiben unberührt.
8. Individuelle Auftragsarbeiten und Sonderanfertigungen
Umfang und geschuldete Beschaffenheit ergeben sich vorrangig aus dem schriftlichen Angebot und den darin bezeichneten Unterlagen. Verträge über herzustellende bewegliche Sachen unterliegen nach § 650 BGB grundsätzlich dem Kaufrecht.
Motiv, Maße, Stückzahl, Verwendungszweck, Preis, Zeitplanung und Übergabe werden im jeweiligen Angebot festgehalten. Die Übergabe kann nach Absprache durch Abholung, persönliche Lieferung oder Versand erfolgen.
Änderungswünsche nach Annahme des Angebots werden nur umgesetzt, soweit sie technisch und zeitlich möglich sind. Zusätzlicher Aufwand und zusätzliches Material werden erst nach Abstimmung berechnet.
Kund:innen können vor Fertigstellung eine einvernehmliche Aufhebung des Auftrags in Textform anfragen. Stimmt atelier freiluft zu, sind nachgewiesene, bis dahin erbrachte Leistungen sowie verbrauchtes oder nicht anderweitig verwendbares Material zu vergüten, höchstens jedoch bis zur vereinbarten Gesamtvergütung. Der auftraggebenden Person bleibt der Nachweis vorbehalten, dass kein oder ein wesentlich geringerer Aufwand entstanden ist. Gesetzliche Widerrufs-, Kündigungs- und Mängelrechte bleiben unberührt.
Fertigstellungstermine sind nur verbindlich, wenn sie im Angebot ausdrücklich so bezeichnet werden. Im Übrigen handelt es sich um voraussichtliche Zeitangaben.
Handwerks- und materialtypische Abweichungen in Farbe, Glasur, Form, Oberfläche, Gewicht und Maß sind möglich. Sie sind nur dann vertragsgemäß, wenn sie innerhalb eines zuvor beschriebenen, zumutbaren Spielraums bleiben und vereinbarte Funktion und Gestaltung nicht wesentlich beeinträchtigen.
Eine Eignung für Lebensmittelkontakt wird bei Auftragsware nur geschuldet, wenn dieser Verwendungszweck im Angebot ausdrücklich vereinbart und die Verantwortlichkeit für Spezifikation, Prüfung, Konformitätserklärung und Inverkehrbringen im individuellen Auftrag festgehalten ist. Zwingende gesetzliche Verantwortlichkeiten werden durch diese Aufgabenverteilung nicht ausgeschlossen.
Überlässt die auftraggebende Person Logos, Motive, Schriften oder sonstige Vorlagen, versichert sie, über die für den vereinbarten Auftrag erforderlichen Nutzungsrechte zu verfügen. Eine weitergehende Freistellung wird bei Bedarf im individuellen B2B-Angebot vereinbart.
Nutzungsrechte an eigens für den Auftrag geschaffenen Entwürfen werden nur in dem im Angebot bezeichneten Umfang übertragen. Das Eigentum am körperlichen Werk beinhaltet nicht automatisch weitergehende urheberrechtliche Nutzungsrechte.
Für lebensmittelberührende Auftragsware werden Verwendungszweck, Identität der Ware, Materialien, Fertigungs- und Brennprozess, Pflegehinweise sowie vorhandene Konformitäts- und Prüfnachweise dokumentiert. Von der auftraggebenden Person veranlasste Prüfungen können berücksichtigt werden, wenn der Prüfbericht nachweislich dieselbe Produktart, dieselben Materialien und denselben Fertigungs- und Brennprozess abdeckt. Eine bloße Herstellerangabe zur Glasur oder die allgemeine Mitteilung, ein ähnlicher Becher sei geprüft worden, genügt nicht ohne den zugehörigen Prüfbericht und eine eindeutige Zuordnung.
Ist Abholung vereinbart, wird die Rechnung mit Fertigstellung und Bereitstellungsmitteilung fällig, soweit das individuelle Angebot nichts anderes bestimmt. Eine ausbleibende Abholung hebt die Zahlungspflicht nicht auf. Bereitstellungsmitteilung und Mahnungen erfolgen per E-Mail. Lagerkosten werden nicht berechnet. Nach erfolgloser Abholnachfrist bietet atelier freiluft einen Versand gegen vorherige Zahlung der mitgeteilten Versandkosten an.
Individualware wird höchstens sechs Monate ab Bereitstellungsmitteilung aufbewahrt. Spätestens 14 Tage vor Fristende erfolgen per E-Mail eine letzte Aufforderung und ein erneutes Versandangebot. Bei unbezahlter Individualware entscheidet atelier freiluft nach dem Einzelfall zwischen dem Festhalten am Zahlungs- und Abnahmeanspruch und einem Rücktritt nach letzter Fristsetzung mit Abrechnung des nachgewiesenen Schadens. Bei bereits vollständig bezahlter Individualware entscheidet atelier freiluft nach Fristablauf im Einzelfall über einen erneuten Versandversuch, eine ausnahmsweise weitere Aufbewahrung oder eine individuell vereinbarte Lösung. Die Entscheidung wird per E-Mail mitgeteilt. Bezahlte Individualware wird nicht automatisch entsorgt oder verwertet.
9. Buchung von Kursen, Workshops und Open Studio
Umfang, Termin, Ort, Dauer, Voraussetzungen und enthaltene Leistungen ergeben sich aus der jeweiligen Angebots- und Buchungsseite.
Onlinebuchungen können bis zwei Stunden vor Veranstaltungsbeginn abgegeben werden. Nach erfolgreichem Abschluss des Buchungsvorgangs wird der Platz automatisch gebucht und bestätigt. Mit Zugang der automatischen Buchungsbestätigung ist die Teilnahme verbindlich.
Mindestalter für die Teilnahme ist 14 Jahre. Bei Minderjährigen muss entweder eine erziehungsberechtigte Person die Buchung selbst vornehmen oder atelier freiluft muss vor Kursbeginn eine schriftliche Einwilligung einer erziehungsberechtigten Person, insbesondere per E-Mail oder Einwilligungsformular, vorliegen.
Open Studio ist kein angeleiteter Grundkurs. Die auf der Angebotsseite genannten Vorkenntnisse sind Voraussetzung für eine eigenständige und sichere Nutzung.
Gebuchte Plätze dürfen nach vorheriger Mitteilung ohne zusätzliche Gebühr auf eine andere geeignete Person übertragen werden.
10. Pünktlichkeit und Teilnahme
Teilnehmende müssen rechtzeitig zum angegebenen Beginn erscheinen. Die Einführung enthält wesentliche technische und sicherheitsrelevante Informationen.
Bei verspätetem Eintreffen kann nicht garantiert werden, dass versäumte Inhalte individuell nachgeholt werden können oder eine sichere Teilnahme noch möglich ist.
Ist aufgrund erheblicher, von der teilnehmenden Person zu vertretender Verspätung eine sichere Einbindung in den laufenden Kurs nicht mehr möglich, darf atelier freiluft die Teilnahme ablehnen. In diesem Fall erfolgt keine Erstattung. Gesetzlich anzurechnende ersparte Aufwendungen oder Vorteile aus einer anderweitigen Verwendung des Platzes bleiben unberührt.
11. Atelier-, Werkstatt- und Sicherheitsregeln
Teilnehmende müssen die ausgehängten und mündlich mitgeteilten Werkstatt- und Sicherheitshinweise beachten und den sicherheits- und fachbezogenen Weisungen des Personals folgen.
Töpferscheiben, Heißluftgeräte, elektrische Geräte, Schneidewerkzeuge und sonstige Arbeitsmittel dürfen nur nach Einführung, bestimmungsgemäß und mit der gebotenen Vorsicht verwendet werden. Heiße Geräte und frisch erwärmte Werkstücke können Verbrennungen verursachen.
Lange Haare, weite Kleidung, Schals, Schmuck und andere lose Gegenstände sind bei Arbeiten an drehenden Geräten so zu sichern, dass sie nicht erfasst werden können.
Wasser, Ton und Glasurreste können Böden und Arbeitsflächen rutschig machen. Verschüttete Flüssigkeiten und heruntergefallenes Material sind unverzüglich zu beseitigen oder dem Personal zu melden.
Glasuren, Engoben und andere Werkstoffe dürfen nicht verschluckt werden. Essen und Trinken sind in den gekennzeichneten Arbeitsbereichen nicht gestattet; nach der Arbeit sind die Hände gründlich zu reinigen.
Staubentwicklung ist zu vermeiden. Trockene Ton- oder Glasurreste dürfen nicht abgeblasen oder trocken aufgewirbelt werden; die Reinigung erfolgt nach den Vorgaben des Ateliers.
Arbeitsplätze, Werkzeuge und gemeinsam genutzte Flächen sind nach der Nutzung nach den Vorgaben des Ateliers zu reinigen. Fluchtwege und Zugänge zu Geräten sind freizuhalten.
Teilnehmende müssen umsichtig handeln und Gefährdungen für sich, andere Personen, Werkstücke, Geräte und Ofenanlagen vermeiden. Verletzungen, beschädigte Geräte und sicherheitsrelevante Vorfälle sind unverzüglich dem Personal zu melden.
Das Mindestalter beträgt 14 Jahre. Bei Minderjährigen erfolgt die Buchung durch eine erziehungsberechtigte Person oder es liegt vor Beginn eine schriftliche Einwilligung vor.
Bei erheblichen oder wiederholten Verstößen gegen Sicherheitsregeln oder sicherheitsbezogene Personalweisungen kann atelier freiluft die weitere Teilnahme untersagen. Hat die teilnehmende Person den Ausschluss zu vertreten, erfolgt keine Erstattung. Gesetzlich anzurechnende ersparte Aufwendungen oder Vorteile aus einer anderweitigen Verwendung des Platzes, gesetzliche Ansprüche und die Haftungsregelung in Abschnitt 19 bleiben unberührt.
12. Technische Anforderungen, Trocknung, Glasur und Brand
Hinweise zur Konstruktion, Wandstärke, Verbindung einzelner Teile, Trocknung, Glasur und zum sicheren Brand sind einzuhalten. Diese Vorgaben dienen insbesondere dem Schutz des eigenen Werkstücks, anderer Keramik und der Ofenanlage.
atelier freiluft darf Werkstücke vom Brand ausschließen, wenn sie technisch ungeeignet erscheinen oder ein Risiko für Personen, andere Werkstücke oder die Ofenanlage darstellen. Dies gilt beispielsweise bei eingeschlossenen Luftkammern, ungeeigneten Materialien, zu hoher Restfeuchtigkeit, problematischen Wandstärken oder Glasur auf der Standfläche.
Erscheint ein Werkstück technisch unsicher, erhält die teilnehmende Person zunächst Gelegenheit, es nach den fachlichen Hinweisen von atelier freiluft selbst nachzubessern, soweit Zustand des Werkstücks, Sicherheit und Betriebsablauf dies noch zulassen. atelier freiluft ist nicht verpflichtet, die Nachbesserung selbst auszuführen. Wird die mögliche Nachbesserung nicht vorgenommen oder bleibt das Werkstück danach technisch ungeeignet, darf es vom Brand ausgeschlossen werden. Bei einem von der teilnehmenden Person zu vertretenden Ausschluss ist keine anteilige Erstattung vorgesehen; gesetzlich anzurechnende ersparte Aufwendungen bleiben unberührt.
Keramik, die nicht bei atelier freiluft gefertigt wurde, wird nicht angenommen oder gebrannt.
Für selbstständiges Glasieren im Open Studio ist die zuvor verlangte Einführung beziehungsweise Teilnahme am Glasurtermin erforderlich. In dieser Einführung werden insbesondere die Unterscheidung zwischen vom Hersteller für Lebensmittelkontakt gekennzeichneten Glasuren und reinen Dekorglasuren, geeignete Anwendungsbereiche, Verarbeitungsvorgaben und Risiken einer ungeeigneten Kombination erläutert.
Trotz fachgerechter und sorgfältiger Behandlung können beim Trocknen, Glasieren und Brennen materialtypische Risse, Verformungen, Farb- und Oberflächenabweichungen, Glasurfehler oder Bruch auftreten. Hierzu kann auch gehören, dass angesetzte Teile wie Henkel oder Griffe sich lösen. Ein bestimmtes gestalterisches Ergebnis wird nicht geschuldet.
Diese materialtypischen Risiken rechtfertigen keinen pauschalen Ausschluss gesetzlicher Ansprüche. Hat atelier freiluft eine Pflichtverletzung zu vertreten, gelten die gesetzlichen Rechte; zusätzlich kann eine angemessene Ersatzleistung angeboten werden.
In angeleiteten Kursen werden für Trink- und Essgeschirr nur Glasuren eingesetzt, die vom jeweiligen Hersteller bei Verarbeitung nach dessen Vorgaben für den Lebensmittelkontakt ausgewiesen sind. Die Herstellerhinweise zu Auftrag, Schichtstärke, Brennbereich und Kombinationen sind einzuhalten.
Im Open Studio stehen nach absolvierter Glasureinführung zusätzlich Glasuren zur Verfügung, die nicht für Lebensmittelkontakt gekennzeichnet sind. Teilnehmende wählen die Glasur entsprechend dem beabsichtigten Verwendungszweck eigenverantwortlich aus. Mit solchen Glasuren versehene Werkstücke dürfen nicht als Trink- oder Essgeschirr oder anderweitig für Lebensmittelkontakt verwendet werden.
Die Herstellerkennzeichnung einer Glasur allein ist keine Garantie für die Eignung jedes fertigen Werkstücks. Auch Auftrag, Kombination, Brand, unglasierte Bereiche, Risse, Abplatzungen und die fertige Oberfläche sind maßgeblich. Kurs- und Open-Studio-Werkstücke werden deshalb nicht pauschal als lebensmittelecht, spülmaschinen- oder mikrowellengeeignet zugesichert. Bei sichtbaren Rissen, Abplatzungen oder beschädigten Oberflächen sollen sie nicht für Lebensmittel verwendet werden.
Die besonderen Konformitäts- und Nachweispflichten für von atelier freiluft hergestellte und als Lebensmittelbedarfsgegenstände in Verkehr gebrachte Verkaufs- oder Auftragsware bleiben hiervon getrennt.
13. Fertigstellung und Abholung von Werkstücken
Angaben zur Fertigstellungsdauer sind grundsätzlich Schätzungen. Trocknung, Ofenauslastung und Brennablauf können zu Abweichungen führen.
Sobald Werkstücke abholbereit sind, erfolgt eine Mitteilung an die bei der Buchung angegebene Kontaktadresse.
Kurs- und Open-Studio-Werkstücke werden höchstens sechs Monate ab der ersten Bereitstellungsmitteilung aufbewahrt. Für die Aufbewahrung werden keine Lagerkosten berechnet.
Spätestens 14 Tage vor Ablauf der sechsmonatigen Aufbewahrungsfrist sendet atelier freiluft eine letzte Abholaufforderung an die bei der Buchung angegebene E-Mail-Adresse. In dieser E-Mail wird die Entsorgung nach Fristablauf ausdrücklich angekündigt und alternativ ein Versand gegen vorherige Übernahme der mitgeteilten Versandkosten angeboten.
Werden innerhalb der sechsmonatigen Aufbewahrungsfrist weder die Abholung vorgenommen noch der angebotene Versand vereinbart, darf atelier freiluft das Werkstück nach Fristablauf entsorgen. Das Werkstück geht dadurch nicht zur anderweitigen Nutzung oder zum Verkauf in das Eigentum von atelier freiluft über. Gesetzliche Ansprüche bleiben unberührt.
14. Stornierung und Umbuchung durch Kund:innen
14.1 Kurse und Workshops
Bis sieben Kalendertage vor Kursbeginn sind eine kostenlose Umbuchung oder Erstattung möglich.
Zwischen sechs Kalendertagen und 48 Stunden vor Kursbeginn ist eine Umbuchung möglich, wenn der frei werdende Platz anderweitig vergeben wird. Wird der Platz nicht anderweitig vergeben, werden 50 % des vereinbarten Preises einbehalten beziehungsweise berechnet.
Weniger als 48 Stunden vor Kursbeginn ist keine Erstattung vorgesehen. Eine Übertragung des Platzes auf eine geeignete Ersatzperson bleibt möglich.
Der teilnehmenden Person bleibt der Nachweis vorbehalten, dass atelier freiluft kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist.
14.2 Open Studio
Bis 48 Stunden vor Beginn kann ein Open-Studio-Termin kostenlos umgebucht werden.
Weniger als 48 Stunden vor Beginn ist eine Umbuchung nur möglich, wenn der Platz anderweitig vergeben wird. Andernfalls erfolgt keine Erstattung.
Eine Übertragung des Platzes auf eine geeignete Ersatzperson bleibt möglich.
Der teilnehmenden Person bleibt der Nachweis vorbehalten, dass atelier freiluft kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist.
14.3 Gesetzliches Widerrufsrecht
Für Dienstleistungen im Zusammenhang mit Freizeitbetätigungen, die für einen bestimmten Termin oder Zeitraum vorgesehen sind, besteht grundsätzlich kein gesetzliches Widerrufsrecht. Die Einzelheiten stehen in der gesonderten Widerrufsbelehrung. Die vorstehenden Stornierungsregeln sind freiwillige vertragliche Regelungen und kein gesetzliches Widerrufsrecht.
15. Absage und Änderungen durch atelier freiluft
atelier freiluft darf einen Termin insbesondere bei Erkrankung, Ausfall einer Kursleitung, technischen Störungen, Sicherheitsrisiken oder einer so geringen Buchungszahl absagen, dass eine wirtschaftlich und organisatorisch sinnvolle Durchführung nicht möglich ist.
In diesem Fall wird vorrangig ein Ersatztermin angeboten. Kann oder möchte die teilnehmende Person diesen nicht wahrnehmen, wird der für den ausgefallenen Termin gezahlte Preis erstattet.
Bei wetterbedingter Absage eines ausdrücklich als Outdoor-Termin angebotenen Formats wird der für den ausgefallenen Termin gezahlte Preis erstattet.
Weitergehende gesetzliche Ansprüche bleiben unberührt. Keine Haftungsbeschränkung gilt bei Vorsatz, grober Fahrlässigkeit oder Schäden an Leben, Körper oder Gesundheit.
Eine Absage wegen zu geringer Buchungszahl erfolgt spätestens 24 Stunden vor Terminbeginn per E-Mail. Bei später eintretenden wichtigen Gründen, insbesondere plötzlicher Erkrankung, höherer Gewalt oder akuten Sicherheits- und Technikproblemen, bleibt eine kurzfristigere Absage möglich.
16. Widerrufsrecht bei Waren
Verbraucher:innen steht bei Fernabsatzverträgen über Waren grundsätzlich das gesetzliche Widerrufsrecht zu. Einzelheiten ergeben sich aus der gesonderten Widerrufsbelehrung und dem Muster-Widerrufsformular.
Für Waren, die nicht vorgefertigt sind und nach einer individuellen Auswahl oder Bestimmung hergestellt werden oder eindeutig auf persönliche Bedürfnisse zugeschnitten sind, kann das gesetzliche Widerrufsrecht ausgeschlossen sein.
Ob der Ausschluss greift, richtet sich nach der konkreten Ware und Art der Individualisierung. Gesetzliche Rechte werden nicht über den zulässigen Umfang hinaus ausgeschlossen.
17. Freiwillige Rückgabe bei Käufen im Atelier
Unbenutzte und unbeschädigte, mangelfreie Ware, die unmittelbar im Atelier gekauft wurde, kann freiwillig innerhalb von 14 Tagen ab Kaufdatum gegen Vorlage des Kaufbelegs zurückgegeben werden.
Bei Annahme der freiwilligen Rückgabe wird der gezahlte Kaufpreis über das ursprünglich verwendete Zahlungsmittel erstattet. Eine Erstattung auf einem anderen Weg erfolgt nur nach gesonderter Vereinbarung.
Personalisierte Waren und individuelle Auftragsarbeiten sind von dieser freiwilligen Rückgabemöglichkeit ausgeschlossen.
Die freiwillige Rückgabe gilt nicht für bereits benutzte oder beschädigte Waren.
Diese Kulanzregelung schränkt das gesetzliche Widerrufsrecht bei Fernabsatzverträgen und gesetzliche Mängelrechte nicht ein.
atelier freiluft bietet derzeit keine Wert-, Geschenk- oder Warengutscheine an.
18. Mängelrechte
Es gelten die gesetzlichen Mängelrechte.
Bei Geschäftskund:innen sind erkennbare Mängel möglichst unverzüglich mitzuteilen. Gesetzliche Untersuchungs- und Rügepflichten, insbesondere nach § 377 HGB, bleiben unberührt, soweit sie anwendbar sind.
Handwerks- und materialtypische, zumutbare Abweichungen sind nach Maßgabe dieser AGB und der konkreten Beschaffenheitsvereinbarung zu berücksichtigen.
19. Haftung
atelier freiluft haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei schuldhafter Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz sowie im Umfang ausdrücklich übernommener Garantien.
Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags erst ermöglicht und auf deren Einhaltung regelmäßig vertraut werden darf.
Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig.
Für persönliche Gegenstände und Garderobe besteht keine verschuldensunabhängige Verwahrungshaftung. Die Haftung nach den vorstehenden Absätzen bleibt unberührt.
Teilnehmende haften nach den gesetzlichen Vorschriften für Schäden, die sie schuldhaft verursachen.
20. Rechte an Motiven, Logos und Arbeitsergebnissen
Von Kund:innen bereitgestellte Logos, Motive und sonstige Vorlagen werden nur für den vereinbarten Auftrag verwendet.
Die auftraggebende Person muss über die hierfür erforderlichen Rechte verfügen.
Eine Veröffentlichung von Auftragsarbeiten zu Werbe- oder Portfoliozwecken erfolgt nur im rechtlich zulässigen Umfang; bei nicht offenkundig veröffentlichungsfähigen Kundenmotiven sollte vorher eine gesonderte Zustimmung eingeholt werden.
Weitergehende Nutzungsrechte an Entwürfen von atelier freiluft werden nur durch ausdrückliche Vereinbarung eingeräumt.
21. Verbraucherstreitbeilegung
atelier freiluft ist nicht bereit und nicht verpflichtet, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.
22. Schlussbestimmungen
Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Gegenüber Verbraucher:innen gilt diese Rechtswahl nur, soweit dadurch zwingende Schutzvorschriften des Staates ihres gewöhnlichen Aufenthalts nicht entzogen werden.
Für Kaufleute, juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen ist – soweit gesetzlich zulässig – Hamburg Gerichtsstand.
Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein, bleiben die gesetzlichen Folgen und die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.
Stand: Hamburg, 27.9.2026, Version 1.0